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JU fordert intelligente Lösungen anstatt Blauer Plakette / „Innerstädtischer Einzelhandel gefährdet“

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Junge Union Karlsruhe-Land (pm). Die Junge Union (JU) Karlsruhe-Land kritisiert die aktuell im Raum stehenden Forderungen von Verkehrsminister Winfried Hermann zur Einführung einer Blauen Plakette und fordert die grün-schwarze Landesregierung auf, diese Forderung nicht weiter zu verfolgen.

JU-Kreisvorsitzender André Jackwerth erklärt hierzu: „Für die Junge Union ist klar, dass die Feinstaubbelastung in den Innenstädten langfristig verringert werden muss. Hierzu erwarten wir jedoch von der Landesregierung intelligente Konzepte anstatt Verbotspolitik in Form der Blauen Plakette.“

So könnte laut der JU Karlsruhe-Land stattdessen der innerstädtische Nahverkehr mit elektrischen Bussen verstärkt gefördert werden. Auch die Errichtung der notwendigen Ladeinfrastruktur für E-Autos müsse verstärkt vorangetrieben werden. Wichtig sei nach Meinung der JU zudem auch eine intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger.

Im Hinblick auf die Blaue Plakette befürchte der JU-Kreisvorstand, dass durch das mit Einführung der Plakette verbundene Einfahrverbot für zahlreiche Diesel-PKW in die Umweltzonen der Kommunen, Handwerk und Einzelhandel stark belastet würden.

Nicolas Zippelius, Vorsitzender der JU Stutensee-Weingarten und Mitglied im JU-Kreisvorstand betonte am Rande der jüngsten Sitzung: „Eine Umstellung auf benzin- oder elektrobetriebene Fahrzeuge ist für Handwerk und Einzelhandel beispielsweise aufgrund von Sonderaufbauten nur schwer möglich.“ Zudem schaffe ein Großteil der Klein- und Mittelunternehmen ihre Fahrzeuge für einen Zeitraum von wenigstens zehn Jahren an.

Darüber hinaus könnte die Plakette zu weniger Besuchern in den Städten und zu einer Konsumverlagerung ins Internet führen, wodurch der Einzelhandel in Innenstädten weiter geschwächt würde.

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