Bei einer gemeinsamen mitgliederoffenen Kreisausschusssitzung der beiden Nachbarverbände Karlsruhe-Land und Rhein-Neckar in St. Leon Rot diskutierten über 40 anwesende Mitglieder gemeinsam mit Manuel Hagel MdL über die Zukunft der CDU. Die gemeinsame Sitzung galt als Ausdruck der engen Freundschaft und guten Zusammenarbeit der beiden miteinander insgesamt 1000 Mitglieder umfassenden JU-Kreisverbände.

Manuel Hagel, der mit 28 Jahren mit dem besten Wahlergebnis aller CDU-Direktkandidaten in den Landtag und kurz darauf zum Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg gewählt wurde, ist selbst noch im JU-Alter und war auch auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene der Jungen Union aktiv.

Hagel verteidigte gegenüber den Jungpolitikern die Grün-Schwarze Koalition als einzige richtige Lösung für das Wahlergebnis der vergangenen Landtagswahl im Frühjahr. „Konservativ bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen und nicht wegzurennen, auch bei Niederlagen“, so Hagel zu Beginn. Nach einem halben Jahr sei der Zeitpunkt gekommen, um eine erste Bilanz zu ziehen. Baden-Württemberg habe die geringste Arbeitslosenquote aller Zeiten und im europäischen Vergleich die geringste Jugendarbeitslosigkeit. Zudem sei ein Anstieg der Reallöhne zu verzeichnen.

Allerdings könnten diese Erfolge nicht die Zukunftsangst der Bevölkerung mindern. Es gäbe eine spürbare Veränderung der Wahrnehmung in unserem Land. Die Menschen würden nicht mehr zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das Motto vieler Eltern an ihre Kinder laute nichtmehr „Sei fleißig, damit du es mal besser hast als wir“, sondern „Hoffentlich hast du es zumindest so gut wie wir.“ Hier stellte Hagel besonders heraus: „Konservativ bedeutet auch zukunftsorientiert“.

Im Gegensatz zu anderen Parteien sei die CDU nicht daran interessiert Probleme im Land nur zu beschreiben und Schuldige zu benennen, sondern die Union möchte Lösungen für Probleme schaffen, um kommenden Generationen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Die CDU müsse ihre liberal-konservativen Wurzeln und die christlichen Werte wieder stärker in den Vordergrund stellen. Als wichtigen Grundstein hierfür nannte Hagel die Bildungspolitik. „Uns unterscheidet von der SPD vor allem, dass wir für eine möglichst individuelle Förderung der Kinder zu Beginn des Bildungsweges stehen und nicht eine Ergebnisgleichheit an dessen Ende verfolgen“, so Hagel. Das Abitur dürfe keine strikte Voraussetzung dafür sein, um in ein erfolgreiches Berufsleben starten zu können. „Jedes Kind muss die gleiche Chance haben ein erfolgreiches und befriedigendes Berufsleben führen zu können und das entsprechend der individuellen Stärken des jeweiligen Kindes“, betonte der CDU-Generalsekretär abschließend.

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